Was wir tun Wer wir sind Unsere Wohngruppen Kooperationen & Mitgliedschaften Kontakt

Erfahrungsberichte

»Ich schreibe hier um anderen die Angst vor möglichen Lebensveränderungen zu nehmen.«

Hallo ich heiße B. und bin 19 Jahre alt.
Vor 3 Jahren wurde ich das erste Mal psychisch krank. Nach der Psychatrie wollte ich mein altes Leben einfach weiterleben, doch schon nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass es nicht möglich ist da weiterzumachen wo man aufgehört hat. So wurde ich nochmals krank und musste wiederum in die Klinik. Diesmal war der Aufenthalt länger als der vorherige und man schlug mir vor in eine Einrichtung umzuziehen.

Anfangs hielt ich nicht viel von dieser Idee, denn es stand viel auf dem Spiel: der Kontakt zu meiner Familie würde sich sicherlich nicht einfach gestalten und meine Freunde, die ich nicht verlieren wollte. Nach zahlreichen Gesprächen, in denen auch ich meine Wünsche und Sorgen äußern konnte, haben wir beschlossen doch einmal die Einrichtung zu besichtigen. Wie gesagt, so getan.

Schon im Vorfeld hieß es, dass eine Ausbildung innerhalb der Einrichtung möglich sei. Das und meine psychische Rehabilitation standen für mich im Vordergrund. Meine Mutter und ich wurden beim Besuch herzlich in Empfang genommen und uns wurde alles vorgestellt: die Gruppen, der ATB (Arbeitstrainingsbereich) und das weitläufige Gelände. Vieles entsprach meinen Vorstellungen, so dass ich zustimmte. Es war ja keine Entscheidung für die Ewigkeit. Der Einzug war auch nicht problematisch, denn ich wurde freundlich aufgenommen und hatte schon am ersten Abend ein gutes Gefühl bei der Sache.

Zuerst kam ich in den ATB, der mir sehr geholfen hat eine Tagesstruktur zu bekommen. Da es einen Holzbereich im ATB und eine richtige Tischlerei im Hause gibt, habe ich mich zu einer Ausbildung zum Tischler entschieden. Die Mitarbeiter des Hauses stimmten einstimmig zu. Jetzt bin ich schon im 2. Lehrjahr und ich fühle mich in jedem Falle gut aufgehoben. Einen Umzug in eine Außenwohngruppe habe ich auch schon geschafft und der nächste Schritt in eine eigene Wohnung ist auch nicht mehr weit.

Durch diese Einrichtung wurde mir ein Neuanfang ermöglicht, den ich, so denke ich, gut genutzt habe. Ich habe auch weiterhin guten Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden in Hamburg, denn ich telefoniere mit ihnen regelmäßig und fahre auch zweimal im Monat nach Hause.

Häufige Fragen
Junger Mensch
Eltern
Behörden
Erfahrungsberichte
»…Was ich heute schon alles mache und schaffe, hätte ich mir niemals erträumt…«

»Wie bin ich in eine Einrichtung gekommen?«

»…Ich kam in diese Einrichtung, weil ich in der Psychiatrie war, weil ich Depressionen hatte…«

»…das Verzweifeln an mir selbst – wo ich jetzt auf mich stolz sein kann…«

»Ich schreibe hier,
um anderen die Angst
vor möglichen Lebensveränderungen zu nehmen«


Impressum & Disclaimer