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Erfahrungsberichte

»Ich kam in diese Einrichtung, weil ich in der Psychiatrie war, weil ich Depressionen hatte«

und weil ich wollte, dass mir geholfen wird im Bereich Zusammenleben mit anderen Jugendlichen in meinem Alter. In diesem Einrichtungsteil ist es ganz schön, weil es hier schön ruhig ist und nicht so laut wie in der Stadt, aber die nächste größere Einkaufsmöglichkeit (Aldi, E-Neukauf) ist sehr weit entfernt. Mit dem Fahrrad benötigt man ca. 50 Min., da sie sich in Scheeßel befindet.
Hier hat man die Möglichkeit, dass Leben in einer größeren Gruppe zu erlernen und sich zu verselbstständigen.

Wenn man einen gewissen Grad der Selbstständigkeit erreicht hat, zieht man in eine der Außenwohngruppen:

  • Rotenburg
  • Solltauer Str.
  • Waldstegener Weg
  • Sottrum
  • Hepstedt

Hier in Rehr findet man schnell Freunde, da alle sozusagen in einem Boot sitzen. Jeder hat psychische Probleme und das schweißt zusammen. Hier hält fast jeder zu jedem.

Ich wohne jetzt in einer der Außenwohngruppen, nämlich in Sottrum. Dort ist das Leben in mancher Hinsicht besser, aber auch schlechter als in Rehr. Erst mal die positiven Sachen:

man braucht zu Fuß nur 30 Min. zum Einkaufen und zum Arzt
es gibt mehr Freiheit

man hat die Chance sich so weit zu verselbstständigen, dass man in ein Appartement kommt und dort lernt, sich selbst zu versorgen mit dem Essensgeld, was man da bekommt.

Die negative Eigenschaft dort ist:

Die Betreuer hören Dir zu und Du kannst gut mit ihnen reden, aber bei manchen Problemen sagen sie zu Dir, dass Du diese selbst in den Griff bekommen musst.

In dieser Einrichtung hast Du auch die Möglichkeit, eine interne Ausbildung abzuschließen.
Diese sind:

  • Helfer/in in der Hauswirtschaft
  • Bürokauffrau/mann
  • Holzbearbeiter/in
  • Pferdepfleger/in
  • Friedhofsgärtner/in
  • Bau- und Metallmaler/in

Ich selbst mache eine Ausbildung zum Bürokaufmann in Sottrum. Da ich das 2. Lehrjahr besuche, werde ich die Ausbildung im August 2008 beenden und die Einrichtung verlassen. Ich wünsche mir, dass ich meine Ausbildung mit guten Noten beenden kann.

Wie Du sehen kannst, ist das Leben in dieser Jugendhilfeeinrichtung einem ganz normalen Alltag nachempfunden, aber hier kann Dir geholfen werden. Das Leben hier ist alles in allem ganz „easy”.
Wenn Du zu uns kommen möchtest, würden wir uns darüber freuen, Dich in unserer lustigen Runde begrüßen zu dürfen.










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Erfahrungsberichte
»…Was ich heute schon alles mache und schaffe, hätte ich mir niemals erträumt…«

»Wie bin ich in eine Einrichtung gekommen?«

»…Ich kam in diese Einrichtung, weil ich in der Psychiatrie war, weil ich Depressionen hatte…«

»…das Verzweifeln an mir selbst – wo ich jetzt auf mich stolz sein kann…«

»Ich schreibe hier,
um anderen die Angst
vor möglichen Lebensveränderungen zu nehmen«


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